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Die "LISAs" zu Besuch bei Microsoft

Unsere LISA-Kurs SchülerInnen hatten am 26.5.2026 die einmalige Gelegenheit einen Blick hinter die Kulissen von Microsoft in Stuttgart zu werfen. Wir konnten an dem Workshop KIDS LAB teilnehmen. 
Hier bekamen wir einen Einblick in KI, die Künstliche Intelligenz, die immer mehr Bedeutung in unserem Alltag und der Arbeitswelt bekommt. MitarbeiterInnen von Microsoft berichteten uns, dass es KI tatsächlich schon seit 50 Jahren gibt. Die Anfänge haben sich aber sehr unterschieden von der heutigen KI. Was möglich ist konnten wir dann gleich ausprobieren, als wir am Computer unseren persönlichen Lernhelfer (Lernbot) erstellt haben.  Den haben wir mit Informationen gefüttert, damit er genau weiß, in welchem Schulfach er uns mit Wissen und Erklärungen unterstützen soll. Außerdem haben wir ihm zugewiesen, von welchen Internetseiten er zuverlässige Informationen bekommt. Nach einer Mittagspause und einer Führung durch das Gebäude hatten wir noch die Gelegenheit mit den Mitarbeitern einzeln ins Gespräch zu gehen und uns ganz individuelle Tipps zu holen zu unserer beruflichen Zukunftsplanung.

Das war für alle eine tolle Erfahrung. Wir sind nun mit neuem Wissen ausgerüstet und haben Lust darauf die Technik auszuprobieren und KI für uns einzusetzen.

Vielen Dank an das Microsoft Team für die spannenden Stunden.

 

Einleitungsbild Der Garantiefonds Hochschule der AWO Stuttgart - Chancen durch Bildungsberatung für junge Zugewanderte
Der Garantiefonds Hochschule der AWO Stuttgart - Chancen durch Bildungsberatung für junge Zugewanderte
   

Die AWO Stuttgart ist stolz darauf, als Träger des Garantiefonds Hochschule jungen Zugewanderten den Weg zu einer akademischen Ausbildung in Deutschland zu ebnen. Der Garantiefonds Hochschule ist ein bundesweites Förderprogramm, das in mehr als 20 Städten und Regionen junge Menschen bis 30 Jahre unterstützt, die in Deutschland ein Studium beginnen beziehungsweise fortsetzen möchten.

Was ist der Garantiefonds Hochschule? 

Viele junge Zugewanderte stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie in Deutschland studieren wollen. Sprachbarrieren, unterschiedliche Bildungssysteme und bürokratische Hürden erschweren oft den Zugang zur Hochschule.  

Genau hier setzt der Garantiefonds Hochschule an: Er fördert gezielt Bildungsangebote wie Sprachkurse, Vorbereitungskurse auf die Hochschulreife oder fachliche Qualifizierungen, die den Einstieg ins Studium erleichtern. 

Warum ist das Programm gerade heute besonders wichtig? 

In einer Zeit, in der globale Krisen, Fluchtbewegungen und gesellschaftliche Veränderungen zunehmen, wächst auch die Bedeutung von Integration und Chancengleichheit. Junge Zugewanderte sind oft mit Herausforderungen konfrontiert – sei es durch Sprachbarrieren, unsichere Aufenthaltslagen oder fehlende familiäre Unterstützung. Gleichzeitig sind ihre Potenziale und Talente eine wertvolle Ressource für unsere Gesellschaft. 

Der Garantiefonds Hochschule schafft hier eine Brücke:  

Er ermöglicht jungen Menschen, trotz widriger Umstände, eine akademische Qualifikation zu erlangen und sich so langfristig selbstbestimmt und nachhaltig in Deutschland zu integrieren. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, Bildungschancen sinnvoll zu nutzen und junge Zugewanderte auf ihrem Weg zu begleiten. 

 

Arbeitsmarktliche Bedeutung junger Zugewanderter 

Deutschland steht vor großen demografischen Herausforderungen:  Unsere Bevölkerung wird älter, Fachkräfte werden dringend benötigt.  

Junge Zugewanderte spielen eine wichtige Rolle, um den Arbeitsmarkt nachhaltig zu stärken. Mit einer akademischen Ausbildung eröffnen sich für sie vielfältige berufliche Perspektiven, vom Ingenieurwesen über Medizin bis hin zu sozialen Berufen. 

Der Garantiefonds Hochschule trägt dazu bei, diese Potenziale zu fördern und junge Zugewanderte gezielt auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. So profitieren nicht nur die Personen selbst, sondern auch die Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt von einer gut ausgebildeten, vielfältigen Fachkräftebasis. 

 

 

Gefährdung des Programms durch Sparmaßnahmen 

Trotz seiner großen Bedeutung und langjährigen Geschichte steht der Garantiefonds Hochschule aktuell aufgrund von Sparmaßnahmen vor Unsicherheiten. Eine Kürzung oder Einstellung des Programmes hätte gravierende Auswirkungen:  

Junge Zugewanderte würden wichtige Unterstützungsangebote verlieren, die ihnen den Zugang zur Hochschule und damit zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Dies würde nicht nur individuelle Bildungschancen mindern, sondern auch langfristig den Fachkräftemangel verschärfen und die gesellschaftliche Integration erschweren.  

In Zeiten, in denen qualifizierte Fachkräfte und gesellschaftlicher Zusammenhalt dringend gebraucht werden, wäre dies ein Rückschritt für uns alle.  

Auch deshalb fordern wir alle Menschen auf, auf die Wichtigkeit der Fortführung und Weiterentwicklung des Garantiefonds Hochschule in Ihrem Wirkungskreis hinzuweisen. 

 

Unsere Angebote in Stuttgart und Umgebung 

Als Träger vor Ort bietet die AWO Stuttgart umfassende Bildungsberatung und individuelle Unterstützung für junge Menschen mit Migrationsgeschichte an.  

Unsere erfahrenen Berater*innen begleiten Studieninteressierte dabei, den passenden Bildungsweg zu finden, unterstützen bei der Bewerbung und helfen bei der Organisation von Fördermöglichkeiten. Neben unserer Beratung in der Olgastraße bieten wir auch nach Absprache Beratungen in Tübingen und Freudenstadt an.  

Starke lokale Partner*innen wie das Deutschkolleg e.V. als Sprachkursanbieter, sowie IN VIA als ergänzende Beratungsstelle in Stuttgart sind wertvoll und notwendig, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen und der hohen Anzahl an Ratsuchenden Rechnung zu tragen. 

Wir bieten unter anderem folgende Leistungen an: 

-        Individuelle Beratung und Bildungsplanung (auch auf Englisch) 

-        Unterstützung bei der Anerkennung von Schul- und Studienleistungen 

-        Förderung von Deutschkursen  

-        Begleitung und Unterstützung bei der Suche nach passenden Studiengängen und Finanzierungsmöglichkeiten 

 

Kontakt und weitere Informationen 

Wenn Sie, Ihre Angehörigen oder Bekannten Interesse an einer akademischen Ausbildung in Deutschland haben, sind Sie bei uns genau richtig.  

Die AWO Stuttgart bietet eine vertrauensvolle Anlaufstelle, um individuelle Fragen zu klären und den Weg zum Studium gemeinsam zu gestalten. 

Online-Anmeldung zur Beratung hier klicken:  

https://www.bildungsberatung-gfh.de/wde/kontakt/online-anmeldung-antrag.php  

Mehr Infos zum GF-H und zur Wirkung unserer Arbeit: 

-        GF-H Webseite mit Erfahrungsberichten von Teilnehmenden: https://www.bildungsberatung-gfh.de/wde/aktuelles/erfolgsgeschichten.php?navid=651567651567 

-        Social Media des GF-H: 

https://www.instagram.com/bildungsberatung_gfh/ 

https://www.linkedin.com/company/bildungsberatung-garantiefonds-hochschule/posts/?feedView=all  

-        AWO Stuttgart Webseite GF-H 

https://awo-stuttgart.de/migration/schulabschluss-und-studium/bildungsberatung-garantiefonds-hochschule 

-        Social Media des JDM der AWO Stuttgart: 

https://www.instagram.com/jmd_awo_stuttgart/ 

 

 

 

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"Jetzt bin ich gefragt!" - Wissenschaftliche Begleitung des Modellvorhabens

Gefördert durch den Kommunalverband für Jugend und
Soziales Baden-Württemberg - Dezernat Jugend - Landesjugendamt

 

 

 

Dieser erste Forschungsbericht zum Projekt mit Careleavern im Ehrenamt bildet den Auftakt zur wissenschaftlichen Begleitung des gesamten Vorhabens. Er entspricht den methodischen Schritten 1–4 des Forschungsplans vom Mai 2025. Für das Waldheim Heimberg der AWO Stuttgart hatten sich sieben Careleaver als Ehrenamtliche angemeldet und gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen die üblichen Vorbereitungen wie das Waldheim selbst und seine Nachbereitung durchlaufen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt ist der Kontakt mit diesen Personen zum Teil weiterhin gegeben; es wird sich zeigen, wie viele erneut zum ehrenamtlichen Engagement in der Waldheimsaison 2026 animiert werden können und wie viele neue Personen der Zielgruppe u. a. durch Hörensagen aktiviert werden.

Die Bewerbung des Ehrenamts für den Sommer 2025 war anfänglich von Hürden und Erschwernissen verschiedener Art begleitet, bis es schließlich zur erwünschten „Initialzündung“ kam und Personen der Kategorie Careleaver verlässliches Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement in der pädagogischen Arbeit mit Kindern bekundeten. Die Waldheim-Freizeiten fanden im August 2025 in Stuttgart-Feuerbach (Alter 5–11 Jahre) und Hedelfingen (Alter 4–7 Jahre) statt.  Insgesamt belief sich die Zahl der ehrenamtlichen Helfer*innen und Fachkräfte im Team Feuerbach auf 14 und im Team Hedelfingen auf 12.

Im Folgenden werden im ersten Schritt (Kapitel 2) die Interpretationen des ersten qualitativen Leitfadeninterviews1 mit den Teilnehmer*innen (Careleavers) im Ehrenamt des Waldheims Heimberg dokumentiert und in Kontrast mit der jeweiligen Selbstauskunft2 anhand des quantitativen Kurzfragebogens zur Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) in Anlehnung an Jerusalem & Schwarzer (2003) gestellt. Zusätzlich werden die Daten aus der teilnehmenden Beobachtung3 der Fachkräfte dokumentiert und in eine individuelle Interpretation der Entwicklung der ehrenamtlich tätigen Person einbezogen.

Im zweiten Schritt (Kapitel 3) werden die Befunde mit Blick auf die Hypothesen diskutiert. Die drei Hypothesen lauteten:

H01: Hypothese zur Steigerung der Selbstständigkeit durch ehrenamtliches Engagement

Ehrenamtliches Engagement trägt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dazu bei, bedeutsame Lerneffekte zu erzielen, und fördert die Entwicklung ihrer Selbstständigkeit im Übergang zum Erwachsenenleben.

H02: Hypothese zur bewusst wahrnehmbaren Unterstützung durch Orientierung stiftende Strukturen

Jugendliche und junge Erwachsene, die in Systemen der Jugendhilfe oder in herausfordernden familiären Verhältnissen leben, profitieren in besonderem Maße von Strukturen, die Orientierung bieten und die Entfaltung der eigenen Selbstständigkeit ermöglichen.

H03: Hypothese zur sozialen Stabilisierung durch aktive Teilnahme an ehrenamtlichem Engagement

Ehrenamtliches Engagement im Rahmen der offenen Jugendarbeit kann dazu beitragen, soziale Brüche im Lebensverlauf von Jugendlichen zu verhindern oder abzumildern.

1 Leitfadeninterviews (A4) wurden mit F-ID 01-06 geführt; F-ID 07 hat das Interviews verweigert.

2 Die SWE (A3) wurde von fünf Personen geleistet; F-ID 05 und 06 haben die SWE nicht ausgefüllt.

3 Die Beobachtungsprotokolle wurden für alle F-ID 01-07 vollständig erhoben.


Gesamter begleitender Forschungsbericht

 

Einleitungsbild Der Hallschlag zeigt Haltung - für Vielfalt und Zusammenhalt!
Der Hallschlag zeigt Haltung - für Vielfalt und Zusammenhalt!

Am Donnerstag, 26. März 2026, wurde das Römerkastell zum Treffpunkt für alle, die ein Zeichen für ein respektvolles und vielfältiges Miteinander setzen wollten. Unter dem Motto „Setz dich hin und ein – für Vielfalt und Zusammenhalt“ kamen zahlreiche Menschen zusammen, um sichtbar Haltung zu zeigen. Eingeladen hatten rund 15 soziale Einrichtungen aus dem Stadtteil.

Ein starkes Zeichen zum Auftakt

Um 12:30 Uhr startete die gemeinsame Aktion. Viele Teilnehmende brachten eigene Sitzgelegenheiten mit und setzten sich symbolisch für ein friedliches, solidarisches Zusammenleben im Stadtteil „hin und ein“ - ein kraftvolles und sichtbares Zeichen.

Ebenfalls luden zahlreiche Mitmachstände dazu ein, selbst aktiv zu werden. Ob beim Fußballspielen, bei den Holzspielen, beim Gestalten von Hockern oder beim Ausprobieren von Kaligraphie – überall herrschte reger Betrieb. Auch das Format #0711Wohnzimmer 2.0 fand großen Zuspruch.

Gemeinsames Essen als verbindendes Element

Ab 13:15 Uhr gab es – in Kooperation mit Supp_optimal – für alle ein kostenloses vegetarisches Mittagessen aus geretteten Lebensmitteln. Parallel dazu fand eine Lebensmittelausgabe durch Foodsharing statt. Beide Angebote sorgten dafür, dass Menschen miteinander ins Gespräch kamen und zahlreiche persönliche Begegnungen ermöglicht wurden.

Mit dem Jugendmigrationsdienst im Quartier und dem Stadtteilhaus Hallschlag war die AWO Stuttgart sowohl an der Organisation beteiligt als auch vor Ort aktiv eingebunden.

Fotos ©Rossen Gargolov

 

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