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Podcast "Leben in der Warteschleife - Jesiden in Deutschland haben Angst vor Abschiebung"

Am 22. Juli 2025 wurde im Bundesland Brandenburg eine jesidische Familie mit vier minderjährigen Kindern nach Bagdad abgeschoben – trotz eines parallel laufenden Eilantrags vor dem Verwaltungsgericht Potsdam, das später noch am gleichen Tag die Ausreisepflicht aufhob. Die Familie befand sich bereits im Flugzeug, als der Beschluss erging – eine Rückkehr war zu diesem Zeitpunkt nicht mehr möglich.

Obwohl der Deutsche Bundestag Anfang 2023 die Verfolgung der Jesid*innen als Völkermord anerkannt hat, werden seit 2024 immer wieder auch Jesid*innen in den Irak abgeschoben.

Was diese unmenschliche Praxis mit Betroffenen macht, kann unter anderem in dem aktuellen Deutschlandfunk-Podcast „Leben in der Warteschleife – Jesiden in Deutschland haben Angst vor Abschiebung“ nachgehört werden: https://www.deutschlandfunk.de/leben-in-der-warteschleife-jesiden-in-deutschland-haben-angst-vor-abschiebung-100.html

In dem Podcast kommt neben anderen Betroffenen insbesondere auch Herr Shivan Khorto zu Wort, der von der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE) der AWO Stuttgart unterstützt und beraten wird. Er hat in Deutschland erfolgreich seine Ausbildung als Erzieher abgeschlossen und arbeitet als pädagogische Fachkraft in einem Schülerhaus an einer Stuttgarter Grundschule. Er ist selbst Jeside und vor 11 Jahren mit seiner Familie aus dem Nordirak geflüchtet. Obwohl er und seine Familie eine Aufenthaltserlaubnis in Deutschland haben, ist diese nur befristet und muss regelmäßig verlängert werden. Dies ist mit sehr viel Stress, Unsicherheit und Angst verbunden.

Verschiedene Verbände fordern deshalb immer wieder einen Abschiebestopp für jesidische Menschen aus dem Irak, eine Forderung, die auch der AWO Bundesverband bereits 06/2024 in einer entsprechender Pressemitteilung verdeutlicht hat und die heute erneut aktuell ist: https://awo.org/artikel/appell-fuer-einen-abschiebestopp-nach-iran-und-irak/

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Katharina Wichelmann übernimmt die Leitung des Hospizdienstes

Es gibt Veränderungen beim hauptamtlichen Team des ambulanten Hospizdienstes der AWO Stuttgart: Christoph Keiper übergibt die Leitungsaufgaben an Katharina Wichelmann. Zugleich hat sich Andrea Funk aus der aktiven Mitarbeit verabschiedet.

Für den ambulanten Hospizdienst endet eine kleine Ära. Nach mehr als 15 Jahren hat sich Gründer und bisheriger Leiter Christoph Keiper in die zweite Reihe zurückgezogen und seine Aufgaben an Katharina Wichelmann übergeben.

Katharina Wichelmann ist seit 2016 Teil des Hospizdienstes, zunächst als ehrenamtliche Mitarbeiterin und seit 2023 hauptamtlich. Christoph Keiper wird den Dienst weiterhin begleiten, er nimmt als Stellvertreter von Katharina Wichelmann künftig stärker eine beratende Rolle ein. Des Weiteren werden beide im Tandem den neuen Kurs für die ehrenamtliche Mitarbeit, der im Herbst startet, ausbilden.

Katharina Wichelmann würdigt Christoph Keipers Einsatz der vergangenen Jahre mit den Worten: „Max Frisch sagte: Die Zeit verwandelt (uns) nicht, sie entfaltet (uns) nur. Daran denke ich, wenn ich auf die vergangenen Jahre und die Reise, die Christoph Keiper und der Hospizdienst zurückgelegt haben, blicke. Christoph Keiper hat eine großartige Basis gelegt, und ich freue mich nun darauf, hierauf aufzubauen.”

Hier schließt Christoph Keiper an. „Ich bin froh, die Leitung in Katharina Wichelmanns Hände geben zu dürfen. Sie ist die richtige Person für unseren Dienst und ich bin mir sicher, sie wird ihn mit viel Gefühl und einer Menge guter Ideen hervorragend weiterentwickeln”, sagt er zum Start des Rollenwechsels.

Die AWO Stuttgart dankt Christoph Keiper von Herzen für sein jahrelanges intensives Engagement für die Belange der ambulanten Hospizarbeit in und um Stuttgart und freut sich auf die weitere Zusammenarbeit mit ihm in neuer Rolle. 

Der Hospizdienst verabschiedet sich zudem mit großem Dank und besten Wünschen von Andrea Funk, die in den Ruhestand gewechselt ist. Andrea Funk war ebenfalls seit Gründung des ambulanten Hospizdienstes an der Seite von Christoph Keiper mit dabei und hat insbesondere die Ausbildungskurse und Team-Supervisionen maßgeblich geprägt.

Künftig wird das hauptamtliche Team von einer weiteren Kollegin unterstützt. Tamar Begishvili hat bisher die Demenz-Wohngemeinschaft der AWO Stuttgart im Hallschlag geleitet und wird ab September den ambulanten Hospizdienst unterstützen.

 

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STADTRADELN 2025 - AWO Stuttgart war dabei!

In diesem Jahr war die AWO Stuttgart Teil der bundesweiten Klimaaktion STADTRADELN – und das mit großem Engagement!

Vom 5. bis 25. Mai 2025 haben 11 Mitarbeitende der AWO Stuttgart sowie zwei Partner kräftig in die Pedale getreten. Gemeinsam legte das Team in nur 21 Tagen 2641 Kilometer auf dem Fahrrad zurück – und sparte damit laut offizieller Auswertung beeindruckende 433 Kilogramm CO₂ ein.

Mit dieser Leistung belegte unser Team Platz 147 von 348 Teams in Stuttgart – ein tolles Ergebnis für den Klimaschutz und die nachhaltige Mobilität!

Was ist STADTRADELN?
STADTRADELN ist eine Aktion des Klimabündnisses, bei der jedes Jahr Kommunen, Unternehmen, Vereine und Privatpersonen in ganz Deutschland mitmachen. Ziel ist es, in einem Zeitraum von drei Wochen möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen – für besseren Klimaschutz, mehr Lebensqualität und eine stärkere Radverkehrsförderung.

Allein im vergangenen Jahr beteiligten sich bundesweit über eine Million Radfahrende in rund 3.000 Kommunen. Die Aktion ist damit nicht nur ein starkes Zeichen für die Mobilitätswende, sondern liefert durch die begleitende STADTRADELN-App auch wertvolle Daten zur Verbesserung der Radinfrastruktur vor Ort.

Warum macht die AWO mit?
Die AWO Stuttgart engagiert sich aktiv für Nachhaltigkeit – im Alltag, im Arbeitsweg und in der Stadt. STADTRADELN bietet eine tolle Gelegenheit, Umweltbewusstsein, Gesundheitsförderung und Teamgeist miteinander zu verbinden.

 

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Berufliche Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung - Für wen? Für was?

Seit 2011 ist die AWO Stuttgart mit ihrem Beratungszentrum zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen Teil des bundesweiten IQ Netzwerks „Integration durch Qualifizierung“ (netzwerk-iq.de) und berät Personen mit einem ausländischen Berufsabschluss zu ihren beruflichen Anerkennungsmöglichkeiten: Von Pflegefachpersonen, über Ingenieur*innen bis hin zu Lehrkräften finden alle Fachkräfte im Regierungsbezirk Stuttgart kompetente Beratung. Vier weitere Beratungszentren in Baden-Württemberg ergänzen das Angebot und sind für die Regierungsbezirke Karlsruhe, Freiburg und Tübingen sowie für die Region Ostwürttemberg zuständig.

Seit 2014 ist im Land Baden-Württemberg ein Beratungsanspruch auch im Anerkennungsberatungssetz (2014) verankert. Dabei übernimmt das Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration die koordinierende und öffentlichkeitswirksame Arbeit für die Beratungszentren und kofinanziert das Projekt der Anerkennungsberatung.

Was bei der AWO Stuttgart im Gründungsjahr 2011 klein mit einer Beraterin begann, wuchs in den letzten Jahren auf 17 Berater*innen und über 4.000 Beratungen im Jahr an – Tendenz steigend. Um die hohe Nachfrage bedienen zu können, findet die Beratung zunächst per Mail statt. Bei Bedarf folgt ein persönlicher Termin. Daneben finden regelmäßig Beratungen an den dezentralen Standorten Heilbronn, Esslingen und Ludwigsburg statt. Messebeteiligungen, Informationsveranstaltungen und Schulungen zum Thema Anerkennung ausländischer Abschlüsse sowie telefonischer Support für die Regelinstitutionen des Arbeitsmarkts, Migrationsdienste und Bildungsträger sind ebenfalls im Angebotsportfolio enthalten. In den umfangreichen Beratungen werden in der Regel folgende Themen besprochen:

Welcher Beruf in Deutschland entspricht der ausländischen Qualifikation? Kann eine Anerkennung beantragt werden? Welche Alternativen gibt es? Welche Stelle ist für den Anerkennungsprozess zuständig? Welche Unterlagen sind notwendig? Wie sieht eine korrekte Übersetzung aus? Welches Sprachniveau ist erforderlich? Welche Sprachzertifikate werden akzeptiert? Wie viel kostet der Anerkennungsprozess? Welche Finanzierungsmöglichkeiten gibt es für Übersetzungen, Gebühren, Sprachkurs uvm.? Wer berät bei aufenthaltsrechtlichen Fragen?

Für diese und weitere individuelle Fragen steht das Beratungszentrum zur Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen zur Verfügung und begleitet kompetent durch den Anerkennungsprozess. Dabei bietet die schriftliche Beratung den Fachkräften eine Art Nachschlagewerk auf ihrem teilweise langwierigen Weg zur vollen beruflichen Anerkennung.

Besonders Fachkräfte aus sogenannten „reglementierten“ Berufen müssen einen Anerkennungsprozess durchlaufen und brauchen zwingend die staatliche Berufszulassung und somit Anerkennung ihres Berufs, so z.B. Pflegefachpersonen, Ärzte, Sozialarbeiter*innen, Lehrkräfte oder Erzieher*innen. Im sogenannten Gleichwertigkeitsfeststellungsverfahren wird die ausländische Qualifikation mit der in Deutschland erforderlichen verglichen. Nach Prüfung der Unterlagen erhalten viele Fachkräfte einen „Feststellungsbescheid“. Dieser legt die Unterschiede zwischen der ausländischen und der deutschen Qualifikation offen und definiert Maßnahmen zum Ausgleich. Typische Auflagen sind eine Prüfung (Kenntnisprüfung) oder ein Praktikum (Anpassungslehrgang). Wenn die Auflagen erfolgreich erfüllt wurden, wird die volle berufliche Anerkennung bescheinigt und die Fachkraft darf im erlernten Beruf arbeiten. Genau das ist die Motivation der 17 Berater*innen der AWO Stuttgart: Unterstützung während des Anerkennungsverfahrens zu bieten und einen Beitrag zur Integration von ausländischen Fachkräften in den deutschen Arbeitsmarkt zu leisten.

Mehr Informationen zur Anerkennungsberatung und den Link zur Anmeldung finden Sie auf unserer Homepage- oder einfach über den QR- Code:

 

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