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Rückblick auf die Veranstaltung "70376 - Wir zeigen Haltung"

Am Freitag, den 21. März 2025, fand in Stuttgart-Hallschlag auf dem Römerkastell die Veranstaltung "70376 - Wir zeigen Haltung" anlässlich des Internationalen Tags gegen Rassismus statt. Zahlreiche Menschen kamen zusammen, um ein kraftvolles Zeichen gegen Diskriminierung und für Vielfalt sowie Toleranz zu setzen.

Bereits ab 14 Uhr wurden den Besucher*innen vielfältige Mitmachangebote geboten. Unter dem Motto "Du bist wertvoll", wurden unter der Anleitung des KiFaz Maria Regina Spiegel gestaltet, und Trott-war e.V. entwarf gemeinsam mit den Anwesenden T-Shirt. Wer mehr zum Thema Demokratie und Teilhabe erfahren wollte, konnte sich am Stand des Demokratiebikes und beim SOS Mobil informieren, welche wertvolle Impulse boten und zu spannenden Gesprächen anregten. Des Weiteren sorgten weitere Spiel- und Informationsstände für ein abwechslungsreiches Erlebnis.

Ebenfalls viele Besucher*innen hatte der Foto-Aktionsstand "Gesicht zeigen – für Vielfalt und Toleranz", organisiert vom JMD im Quartier der AWO Stuttgart. Hier hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, Statements gegen Diskriminierung in die Kamera zu halten und ihre persönliche Haltung sichtbar zu machen.

Um 15 Uhr setzten alle gemeinsam ein starkes Zeichen für ein respektvolles Miteinander, indem sie sich in der Mitte des Platzes so aufstellten, dass das Wort "Vielfalt" entstand. Diese Formation wurde aus der Luft fotografiert und verdeutlichte auf symbolische Weise, wie bedeutsam Zusammenhalt und gegenseitiger Respekt sind.

Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und zeigte eindrucksvoll, wie wichtig und wertvoll der Einsatz für eine diskriminierungsfreie Gesellschaft ist. Organisiert wurde der Tag vom Netzwerk "HAK", in dem sich die sozialen Einrichtungen des Hallschlags engagieren und in dem die AWO Stuttgart mit dem JMD im Quartier und dem Stadtteilhaus Hallschlag vertreten ist.

Einleitungsbild Internationaler Tag gegen Rassismus: Gemeinsam für Vielfalt und Gleichberechtigung
Internationaler Tag gegen Rassismus: Gemeinsam für Vielfalt und Gleichberechtigung

Am 21. März begehen wir den Internationalen Tag gegen Rassismus, einen Tag, der uns daran erinnert, wie wichtig es ist, aktiv gegen rassistische Diskriminierung vorzugehen. Die AWO Stuttgart setzt sich seit ihrer Gründung für eine offene, tolerante und gerechte Gesellschaft ein. Unsere Werte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz sind das Fundament unseres Handelns und bestimmen unsere tägliche Arbeit.

Der Internationale Tag gegen Rassismus ist ein globaler Aufruf zum Handeln gegen rassistische Diskriminierung in all ihren Formen. Für die AWO Stuttgart ist dieser Tag besonders wichtig, da er unsere Grundwerte und unser Engagement für eine gerechte und solidarische Gesellschaft unterstreicht. In einer Zeit, in der rassistische Vorfälle und Diskriminierung wieder vermehrt den Einzug in unseren Alltag erhalten, rechte Kräfte erstarken und politische Forderungen nach harten Maßnahmen gegenüber schutzsuchenden Menschen lauter werden, ist es umso wichtiger, dass wir uns tagtäglich für den Schutz und die Rechte aller Menschen einsetzen. Die AWO Stuttgart steht fest an der Seite aller, die von Rassismus betroffen sind, und kämpft für eine Gesellschaft, in der Vielfalt und Gleichberechtigung gelebt werden.

Doch unser Engagement endet nicht am 21. März. Tagtäglich arbeiten wir daran, Menschen vor Rassismus zu schützen und ihnen die Unterstützung zu bieten, die sie benötigen. Durch unsere vielfältigen Angebote und unsere unermüdliche Arbeit tragen wir dazu bei, dass jeder Mensch in Würde und Freiheit leben kann. Die AWO Stuttgart fördert durch ihre Angebote für neuzugewanderte und geflüchtete Menschen aktiv die Vielfalt und Gleichberechtigung in unserer Gesellschaft. Wir bieten zahlreiche Programme und Initiativen, die Menschen unabhängig von ihrer ethnischen Herkunft, Religion oder Weltanschauung unterstützen. Unsere Projekte reichen von Bildungs- und Sprachkursangeboten über themenbezogene Projekte bis hin zu Beratungsdiensten, die darauf abzielen, Chancengleichheit und Teilhabe für alle zu gewährleisten. 

Gemeinsam können wir eine Gesellschaft schaffen, in der Rassismus keinen Platz hat. Lassen Sie uns am Internationalen Tag gegen Rassismus und darüber hinaus zusammenstehen, für eine gerechte und solidarische Welt kämpfen und ebenso wie unsere Mitarbeitenden die Stimme gegen Rassismus lautstark erheben.

 

Einleitungsbild Interview mit Elif Molla, Wilhelmsschule Untertürkheim
Interview mit Elif Molla, Wilhelmsschule Untertürkheim

Praxisintegrierte Ausbildung bei der AWO Stuttgart

Die praxisintegrierte Ausbildung ist eine Möglichkeit, in den Erziehungsberuf einzusteigen. Der Bereich Kinder- und Jugendhilfe der AWO Stuttgart bietet hier als Träger Praxisstellen an. Die Auszubildenden erhalten in ihrer Ausbildungszeit eine Vergütung nach dem Tarifvertrag Ausbildung der AWO, die monatlichen Kosten für das Erzieher*innenseminar werden von der AWO Stuttgart übernommen.

Elif Molla, 30 Jahre, befindet sich in ihrem 3. praxisintegrierten Ausbildungsjahr zur staatlich anerkannten Erzieherin. Sie absolviert ihre Ausbildung im pädagogischen Ganztag der Wilhelmsschule in Stuttgart-Untertürkheim. Harald Strauß hat mit ihr ein Interview zur praxisintegrierten Ausbildung – kurz: PiA – bei der AWO Stuttgart geführt.


Harald: Was hat dich besonders an der AWO als Ausbildungsträger für die praxisintegrierte Ausbildung überzeugt? Du hättest ja auch woanders machen können.

Elif: Ja genau, ich hatte schon von der AWO gehört, also sogar, bevor ich nach Deutschland umgezogen bin. Das war damals durch das Jugendwerk der AWO, so habe ich die AWO kennengelernt.

Ich wusste, dass die AWO das Thema Vielfalt berücksichtigt und generell sehr offen ist. Deshalb habe ich mich einfach beworben. Ich glaube, es waren zwei bis drei E-Mails an unterschiedliche AWO-Einrichtungen, und dann habe ich von Frau Schopper [Teamleitung des päd. Ganztags] von der AWO Stuttgart eine Antwort bekommen. Ich hätte da bereits die Möglichkeit gehabt, in einem Kinderdorf zu arbeiten, aber ich habe mich für den Ganztag entschieden, weil die Arbeit mir mehr gefallen hat, in einer Schule zu arbeiten. Generell die Vision der AWO, ich glaube, das spielt für mich eine große Rolle.


Sprechen wir über die Werte der AWO: Was ist da für dich anders im Vergleich zu anderen Trägern?

Also, dass bei der AWO zum Beispiel keine Konfession im Zentrum steht. Weil ich auch keiner Religion angehöre. Dann, dass die AWO Vielfalt unterstützen will. Ich gehöre in Deutschland auch zu den Menschen, die zu einer Minderheit zählen. Gleichberechtigung für Menschen mit Migrationshintergrund oder auch das Thema Gender – solche Werte sind mir wichtig.

Ich bekomme viel Unterstützung und Verständnis von der Leitung und dem Kollegium, z. B. in meiner Prüfungsphase oder wenn ich Projekte mit Kindern durchführen muss. Außerdem bietet die AWO Stuttgart viele Fortbildungen an, an denen ich als Azubine auch teilnehmen darf.

Ich schätze es sehr, dass ich z. B. für die Deutschprüfung finanziell unterstützt wurde und dass mein Erste-Hilfe-Kurs schnell und problemlos geklappt hat. Meine Bedürfnisse und Anforderungen werden von eurer Seite – als Leitung – gesehen und ernst genommen.

Wenn wir auf die praxisintegrierte Ausbildung zurückkommen. Du bist jetzt in deinem letzten Jahr, wie läuft die praxisintegrierte Ausbildung ab?  

Also die Schule hat immer eine Blockwoche, wo wir Theorie haben und dann drei bis vier Wochen Praxisphase. Insgesamt haben wir zehn Wochen pro Jahr Theorie. In der Theoriephase bleibe ich im Seminar am Michaelshof in Kirchheim u. T., wir haben da Zimmer. In der Praxisphase bin ich dann an der Schule. Ich arbeite wie die anderen Fachkräfte. Aber natürlich mit Unterstützung, meine Grenzen werden berücksichtigt.

Und welche Inhalte werden in den Theoriephasen vermittelt?

Wir haben eine Reihe Hauptfächer: Psychologie, Didaktik, Medienpädagogik, Umwelt und Gesundheit, auch Rechtskunde. Und natürlich vor allem Pädagogik, aber auch Psychologie spielt eine sehr große Rolle.

Was hat dir besonders gefallen?

An meiner Schule wird viel Kunst unterrichtet, das ist zwar kein Hauptfach, aber fast jedes Mal hatten wir zumindest einen Kunstinhalt. Es ist nämlich wichtig, dass man mit sich arbeitet, damit man bereit ist, mit den Kindern zu arbeiten. Besonders gefallen haben mir auch Themenwochen, zum Beispiel Gewaltprävention oder eine Woche zum Thema Emotionen und Traumapädagogik. Nur Rechtskunde ist nicht meins … Mir gefällt an der Ausbildung auch, dass wir am Seminar im Michaelshof so eine Vielfalt unter den Kolleg*innen haben, manche arbeiten in einer Krippe oder im Kindergarten und andere mit Jugendlichen oder in Wohngruppen.

Du machst den praktischen Teil deiner Ausbildung an der Wilhelmsschule Untertürkheim, eine relativ große Grundschule. Was magst du an deiner Arbeit an der Wilhelmsschule in spezifisch also?

Der Grund, warum ich hier weiter arbeiten möchte, ist eigentlich meine Kolleg*innen, weil ich hier sehr gut, wie sagt man? Aufgenommen wurde! Das ist jetzt der wichtigste Grund für mich. Arbeit mit Kindern kannst du überall haben und die Kinder kommen und gehen. Deswegen ist es wichtig für mich, dass ich ein gutes Kollegium habe und mich bei der Arbeit wohlfühle. Das gefällt mir besonders!

Zweitens finde ich es auch gut, dass Wilhelmsschule sehr vielfältig ist und das auch als Vision hat, wie auf der Website steht: „Die Wilhelmsschule versteht sich als Schule einer bunten Vielfalt“, das gefällt mir auch. Zum Beispiel, als ich hier erst angefangen habe, konnte ich nicht so gut Deutsch, aber das war gar kein Problem, obwohl ich mich damit gestresst hatte, ich dachte „Oh Gott, ich kann nicht so gut Deutsch, wie kann ich diesen Job machen?“ und so weiter. Aber das war gar kein Thema auf der Seite der Lehrer*innen oder dem pädagogischen Kollegium. Dass ich so ein schönes Kollegium habe und dass hier Vielfalt auch wirklich gelebt wird.

Zum Schluss noch die Frage: Welchen Ratschlag hast du für Menschen, die sich für eine praxisintegrierte Ausbildung bei der AWO Stuttgart interessieren?

Die sollten auf jeden Fall ein FSJ oder ein Jahr BFD machen, damit sie sehen können, ob sie das Arbeiten mit Kindern wirklich mögen. Dann auf jeden Fall ein Vorpraktikum, so können Interessierte dann ein bisschen schlauer entscheiden, welche Schule ihnen gefällt. Dann gibt es noch Hospitationen, die werden auch am Seminar erwartet, wenn man die PiA machen möchte.

Elif, ich danke dir für deine Einblicke in deine Erfahrungen mit der praxisintegrierten Ausbildung zur Erzieherin. Ich wünsche dir einen sehr guten Abschluss! Die AWO freut sich darauf, dich bald und weiterhin als feste Mitarbeiterin begrüßen zu dürfen.

 

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Weltfrauentag: Ein Tag des Gedenkens und der Inspiration

Der Weltfrauentag, der jedes Jahr am 8. März gefeiert wird, erinnert uns an die historischen Kämpfe und Errungenschaften von Frauen weltweit. Ursprünglich stand die Forderung nach dem freien, geheimen und gleichen Frauenwahlrecht im Zentrum dieses Tages. Diese fundamentale Forderung wurde durch durchsetzungsstarke Frauenrechtlerinnen wie Clara Zetkin vorangetrieben, die unermüdlich für die Rechte der Frauen kämpften.

Ein herausragendes Beispiel für die Kraft und den Einfluss starker Frauen ist die Arbeiterwohlfahrt (AWO). Gegründet von Marie Juchacz, der ersten Frau, die vor dem deutschen Reichstag eine Rede hielt, steht die AWO seit jeher für soziale Gerechtigkeit und die Rechte der Frauen. Marie Juchacz setzte sich leidenschaftlich für die Verbesserung der Lebensbedingungen der Menschen ein und legte damit den Grundstein für die Werte, die die AWO bis heute prägen.

Die AWO wird auch heute von starken Frauen getragen und belebt. Auf allen Ebenen der Organisation, von der operativen Tätigkeit am Menschen bis in die oberen Führungsetagen, setzen sich Frauen tagtäglich für die Werte der AWO ein. Ihr Engagement und ihre Hingabe sind das Herzstück unserer Organisation. Sie sind es, die die AWO zu dem machen, was sie ist: eine starke Gemeinschaft, die sich unermüdlich für eine gerechtere und gleichberechtigte Gesellschaft einsetzt.

Am Weltfrauentag ehren wir nicht nur die historischen Errungenschaften, sondern auch die kontinuierliche Arbeit und den Einsatz der Frauen, die die AWO und unsere Gesellschaft prägen. Bei der AWO Stuttgart nutzen wir daher diesen Tag, um all unseren Mitarbeiterinnen Danke zu sagen und mit einem postalischen Gruß daran zu erinnern, wofür sie sich tagtäglich einsetzen. Denn gemeinsam setzen wir uns für eine Zukunft ein, in der Gleichberechtigung und Gerechtigkeit für alle Realität werden.

 

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