Einleitungsbild Besuch einer Delegation aus Singapur in der Grundschule Heumaden
Besuch einer Delegation aus Singapur in der Grundschule Heumaden

Am Donnerstag, den 27.11., besuchte nachmittags eine Delegation aus Singapur die Grundschule Heumaden. Zu Beginn stellte die Schulleitung Frau Fix den BesucherInnen die Schule vor. Im Anschluss wurde das Konzept des Ganztags durch die stellvertretende Ganztagsleitung der AWO Stuttgart Sebastian Braun vorgestellt. Danach schauten sich die BesucherInnen in kleinen Gruppen die verschiedenen Angebote des Ganztags an, bevor sie dann Ihr Konzept von naturwissenschaftlichem Arbeiten in der Grundschule vorstellten. Die Delegation war sehr begeistert von der Arbeit, die die KollegInnen der AWO Stuttgart im Ganztag machen. Die Grundschule Heumaden ist bereits zu einem Gegenbesuch in Singapur eingeladen worden.

Sebastian Braun, stellv. Teamleiter Ganztagsbetreuung Heumaden

 

Einleitungsbild Aktion 1 der AWO Stuttgart am
Aktion 1 der AWO Stuttgart am "Tag gegen Gewalt an Frauen" - Kundgebung um 10 Uhr am Marie-Juchacz-Platz
 

Die Initiatorinnen Anja Janus und Darija Piliugina zusammen mit AWO Geschäftsführerin Nora Yildirim (v.l.)


Mitarbeitende der AWO Stuttgart bei der Demonstation abends in Stuttgart

   


Am Dienstag, den 25.11.2025, dem Tag gegen Gewalt an Frauen, versammelten sich circa 45 Kolleg*innen und Sprachkursteilnehmende der AWO Stuttgart auf dem Marie-Juchacz-Platz zu einer Kundgebung, um gemeinsam ein Zeichen zu setzen und der Frauen zu gedenken, die Opfer von Gewalt geworden sind.

Auf den selbst gestalteten Plakaten waren Botschaften zu lesen, die zum Nachdenken anregen sollten, darunter: „Nein heißt Nein“, „Man(n) tötet nicht aus Liebe – stoppt Femizide“ und „Ein Leben frei von Gewalt ist ein Menschenrecht“.

Die Geschäftsführung der AWO Stuttgart, sowie zwei Mitarbeiterinnen und Veranstalterinnen der Kundgebung, hielten jeweils eine Rede in der sie beispielsweise darüber aufklärten, dass Patriarchale Gewalt weder von Herkunft noch von Bildung abhängt, dass in unserer Gesellschaft präventive Aufklärung stattfinden muss, damit die Gewalt gegen Frauen nicht weiter verschärft wird. Der fortschreitende Sozialabbau führt dazu, dass Frauen finanziell von ihren Partnern abhängig werden und Betroffene kaum Hilfsangebote finden. Zusätzlich schaffen Sorgen über massiven Stellenabbau in der deutschen Wirtschaft, steigende Preise für Lebensmittel und Wohnen sowie internationale Kriege und Genozide einen Nährboden für rechtsextremes Gedankengut.

Seit Jahren nimmt die Gewalt gegen Frauen zu. Das zeigen die aktuellen Zahlen der neuesten Statistik des Bundes aus dem Jahr 2024. Allein in Deutschland wurden 2024 mindestens 308 Frauen von ihrem Partner, ihrem Ex-Partner oder einem anderen Mann getötet. Die Tötung einer Frau aufgrund ihres Geschlechts nennt man Femizid. Mehr als 265.942 Mädchen und Frauen wurden Opfer häuslicher Gewalt – ein neuer Höchststand. Digitale Gewalt erlebten 18.200 Mädchen und Frauen. Opfer von Sexualstraftaten wurden 53.500 Mädchen und Frauen, wobei von einer sehr hohen Dunkelziffer auszugehen ist.

Der Schutz vor patriarchaler Gewalt ist stark unterfinanziert: In Deutschland stehen lediglich 6.000 Frauenhausplätze zur Verfügung, obwohl die Istanbul-Konvention 21.000 Plätze vorsieht. Die aktuelle Studie kommt zu dem Schluss, dass Deutschland Frauen nicht ausreichend vor Femiziden in Partnerschaften schützt, und fordert niedrigschwellige Unterstützungsangebote, da viele Betroffene aus Angst vor weiteren Übergriffen zögern, Hilfe zu suchen.

Um den ermordeten Frauen zu gedenken, wurden Kerzen auf dem Marie-Juchacz-Platz aufgestellt. Diese Mahnwache soll Passant*innen sensibilisieren und auf die anhaltende Gewalt gegen Frauen aufmerksam machen.

Am Abend nahmen Mitarbeiter*innen der AWO Stuttgart an einer Demonstration gegen Gewalt an Frauen teil.

Gerade als Verband mit Wurzeln in der Frauenbewegung ist es für die AWO unabdingbar, Gewalt sichtbar zu machen, Betroffene zu schützen und gesellschaftliche Veränderungen zu bewirken. Gemeinsam machen wir sichtbar, was oft im Verborgenen bleibt. Gemeinsam sagen wir NEIN zu Gewalt an Frauen!

 

 

 

 

 

 

Einleitungsbild Aktion 2  - Kinder der Ganztags-Grundschule Heumaden gestalten Bilder zum Thema
Aktion 2 - Kinder der Ganztags-Grundschule Heumaden gestalten Bilder zum Thema "Tag gegen Gewalt an Frauen"
 

 

In der Ganztags-Grundschule Heumaden wurde am 25.11.2025 ebenfalls ein Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt. 

Die Kinder haben sich zu diesem empfindlichen und wichtigen Thema mit viel Hingabe und Eifer kreativ ausgedrückt. Die Schulsozialarbeiterin war ebenfalls sehr beeindruckt, trotz des zarten Alters verstanden die Kinder viel zum Thema Gewalt auszudrücken und gehen super damit um. 
Die Kinder wünschten sich, dass die ganze Welt ihre Bilder zu sehen bekommen sollen :-). 

Sowohl die Kinder als auch die Mitarbeitenden der Ganztagsbetreuung waren mit ganz viel Freude und Spaß bei der Sache.

 

 

 

 

 

 

Einleitungsbild Besuch einer Delegation der ukrainischen Partnerstadt Chmelnyzkyj bei der AWO Stuttgart
Besuch einer Delegation der ukrainischen Partnerstadt Chmelnyzkyj bei der AWO Stuttgart

Am 12. November 2025 durfte die AWO Stuttgart eine Delegation aus der westukrainischen Stadt Chmelnyzkyj, der Partnerstadt Stuttgarts, begrüßen. Die Gruppe, bestehend aus Vertreter*innen von Nichtregierungsorganisationen (NGOs) sowie der Sozialverwaltung, informierte sich im Rahmen verschiedener Hospitationen, die durch die Bürgerstiftung Stuttgart ermöglicht wurden, bei der AWO Stuttgart über die vielfältigen Angebote im Bereich Migration und Integration.

Während des Besuchs erhielten die Gäste Einblicke in die Arbeit des Jugendmigrationsdienstes (JMD) und der Migrationsberatung für erwachsene Zugewanderte (MBE). Besonders großes Interesse galt zudem der Anerkennungs- und Qualifizierungsberatung in Bezug auf die Wichtigkeit der Anerkennung von ausländischen Abschlüssen, sowie dem Sozialdienst für Geflüchtete, der in verschiedenen Gemeinschaftsunterkünften in Stuttgart unter anderem auch Menschen aus der Ukraine unterstützt.

In intensiven Gesprächen wurde deutlich, wie wertvoll der fachliche Austausch zwischen den Kolleg*innen aus Stuttgart und den Besucher*innen aus der Ukraine ist.

Beide Seiten zeigten großes Interesse an den Strukturen im jeweiligen Land und stehen weiterer Vernetzung sehr offen gegenüber.

Weitere Informationen zu Chmelnyzkyj und der Städtepartnerschaft mit Stuttgart gibt es hier: https://www.stuttgart.de/leben/internationale-beziehungen/stuttgarts-partnerstaedte/chmelnyzkyj und bei der Bürgerstiftung Stuttgart hier: https://www.buergerstiftung-stuttgart.de/zivilgesellschaft-ukraine

 

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