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Faktencheck - Archiv
Einleitungsbild Umsturz in Syrien - Ich war sprachlos und meine Tränen begannen zu fließen
Umsturz in Syrien - Ich war sprachlos und meine Tränen begannen zu fließen

Im Gespräch mit SWR Aktuell am 12.12.2024 schilderte Amir aus Syrien Moderator Moritz Braun den Moment, als er vom Sturz des Assad-Regimes erfuhr: "Ich war sprachlos und meine Tränen begannen unbewußt zu fließen - es waren Freudentränen. Jeder Tag zählte, an dem wir auf Frieden gewartet haben".  Im Gespräch geht es auch um die Frage, ob Amir mit seiner Familie nach Syrien zurückkehren wird oder nicht - und wie schwer diese Entscheidung ist.

Zur Person:
Amir ist seit neun Jahren in Deutschland. Er hat sich mit seiner Familie ein neues Leben in Stuttgart aufgebaut. Amir ist Sozialarbeiter bei der Arbeiterwohlfahrt im Sozialdienst für Geflüchtete. Er hat sowohl die deutsche als auch die syrische Staatsbürgerschaft.

Hier der Link zum Interview:
https://www.swr.de/swraktuell/radio/umsturz-in-syrien-ich-war-sprachlos-und-meine-traenen-begannen-zu-fliessen-100.html

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Vorwort Harald Seeger

Liebe Leser*innen,

herzlich willkommen zur ersten Ausgabe unseres Newsletters! Mit diesem Format möchten wir Sie regelmäßig über die aktuellen Geschehnisse aus der AWO Stuttgart informieren und einen Blick hinter die Kulissen unseres Verbands gewähren.

In jeder Ausgabe finden Sie nicht nur spannende Neuigkeiten, sondern auch feste Bestandteile in dem wir interessante Themen aus der Geschichte der AWO aufgreifen, oder auch ein Interview mit einem unserer aktiven Mitglieder, das einen Einblick in die Menschen gibt, die unser Verbandsleben prägen.

Dieser Newsletter befindet sich derzeit in der Startphase, und wir sind dankbar, wenn Sie ihn in Ihren eigenen Reihen bewerben. Interessierte können sich direkt auf unserer Webseite für den Newsletter anmelden oder einfach eine E-Mail an Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein. senden. Je mehr Menschen von unseren Aktivitäten erfahren, desto besser – daher freuen wir uns, wenn Sie uns dabei unterstützen und in Ihrem Einflussbereich darüber informieren. Zielgruppe dieses Newsletters sind unsere Mitglieder, Mitarbeitenden, Partner und alle Interessierten am Kreisverband.

Hier noch ein Hinweis speziell für unsere AWO Mitglieder: Der Newsletter erscheint alle drei Monate und wechselt sich mit der AWO Zeitung ab, sodass alle sechs Wochen entweder der Newsletter oder die AWO Zeitung in Ihrem (elektronischen) Postfach landet. So bleiben Sie immer bestens informiert!

Herzliche Grüße

Harald Seeger
Vorsitzender der AWO Stuttgart

 

 

 

 

 

Einleitungsbild Neue Modelle für die Zukunft: Gespräch mit dem Stützpunktsprecher Peter Dietz-Vowinkel
Neue Modelle für die Zukunft: Gespräch mit dem Stützpunktsprecher Peter Dietz-Vowinkel

Beim AWO-Kreisverband Stuttgart gibt es inzwischen drei sogenannte Stützpunkte: Feuerbach-Norden-Prag, Weilimdorf und Stammheim. Mit dem Stützpunktsprecher von Weilimdorf, Peter Dietz-Vowinkel haben wir über Sinn und Zweck dieser Organisationsform gesprochen.

Frage: Wie unterscheidet sich ein Stützpunkt von einem Stadtbezirk?

Peter Dietz-Vowinkel: Ein Stadtbezirk braucht einen Vorstand und einen Kassierer, das braucht ein Stützpunkt nicht. Bei einem Stützpunkt reichen ein Stützpunktsprecher und ein Barkassierer. Die ganze geschäftliche Organisation ist an den Kreisverband Stuttgart ausgegliedert. Die Sprecherinnen oder Sprecher organisieren Aktivitäten, wie zum Beispiel Kaffeenachmittage oder Ausflüge. Wenn man dafür Geldmittel braucht, kann man sie beim Kreisverband beantragen.

Was ist Sinn und Zweck eines Stützpunkts? Können Sie das am Beispiel Weilimdorf veranschaulichen?

Sinn und Zweck eines Stützpunkts ist, dass die AWO vor Ort so lange wie möglich erhalten bleibt, auch dann, wenn man keinen Vorstand mehr hinbekommt, sei es aus Altersgründen, sei es, weil die Mitgliederzahl sehr geschrumpft ist. In Weilimdorf zum Beispiel hat sich der AWO-Stadtbezirk 2014 aufgelöst. Er hatte aber mit Dieter Weißmann einen sehr tüchtigen Vorsitzenden, der sich auch weiterhin um die Mitglieder gekümmert hat. Als ich 2023 von Stammheim nach Weilimdorf gezogen bin, hat sich die Frage gestellt, ob man die AWO im Stadtbezirk neu beleben kann, zwar nicht im klassischen Sinn, aber doch so, dass die AWO präsent bleibt, zum Beispiel durch Veranstaltungen. Aktuell hat die AWO Weilimdorf 51 Mitglieder, davon 27 weibliche. Im Januar 2024 haben wir als AWO die Ausstellung „Mein Name ist Mensch“ im Bezirksrathaus Weilimdorf organisiert und zwar anlässlich des Jubiläums „75 Jahre Erklärung der Menschenrechte“. Peter Grohmann von den Anstiftern war mit einem Kabarettprogramm zu Gast. Ein anderes Mal haben wir in Kooperation mit dem Kulturkreis Weilimdorf einen Ausflug nach Speyer unternommen auf der Suche nach jüdischen Spuren. Die Fahrt kam so gut an, dass der Wunsch aufkam, das zu wiederholen.

Gibt es Kooperationen mit anderen AWO-Stützpunkten oder Kooperationen der Stützpunkte mit anderen Vereinen vor Ort?

Das ist momentan noch offen. Die Kooperation über den eigenen Stadtteil hinaus halte ich jedoch für wichtig, auch wenn möglich, die Zusammenarbeit mit anderen Gruppen. So unterstützt die AWO mit ihrem Namen die Initiative „Weil für Demokratie“. Ich suche da im Moment noch meinen Platz.

Was möchten Sie als Stützpunktsprecher tun? Welche Ideen haben Sie?

Ich will versuchen, in der AWO-Begegnungsstätte Pfostenwäldle regelmäßige Termine zur Mitgliederpflege anzubieten und damit eine Ressource nutzen, die die AWO Stuttgart schon mitbringt. Der erste Termin ist im März. Der Ort bietet auch die Möglichkeit, dass nicht nur Weilimdorfer dorthin kommen können.  Außerdem habe ich die Vision eines Projekts, das sich an Familien richtet, eine eher punktuelle Aktion, die für die AWO werbewirksam ist. Und ich plane zwei Veranstaltungen, die sich an ein breiteres Publikum zwischen 20 und 60 richten, an spannenden Veranstaltungsorten. Ich denke an ein Konzert mit der Stuttgarter Liedermacherin Simone Stahl, die eigene, sehr versponnene Texte schreibt, komponiert und eine sehr schöne Stimme hat. Wie erfolgreich das alles sein wird weiß ich noch nicht, aber es geht vor allem darum, dass die AWO im Stadtteil präsent ist und sei es „nur“ mit zwei oder drei Veranstaltungen im Jahr.

Glauben Sie, dass es in Zukunft mehr Stützpunkte geben wird?

Ja, das glaube ich. Längerfristig wird es mehr Stützpunkte geben und das ist ja auch gut, denn sie ermöglichen, auch mit wenigen aktiven Personen im Stadtteil tätig zu sein und die AWO dort im Gespräch zu halten. Ein weiterer Aspekt ist, dass der Stützpunkt die AWO in dem jeweiligen Stadtteil verankert, um beispielsweise den Zugriff auf Veranstaltungsräume zu ermöglichen und gegebenenfalls auch Mittel aus dem Bezirksbudget zu beantragen. Unsere Ausstellung „Mein Name ist Mensch“ zu den Menschenrechten fand zum Beispiel im Bezirksrathaus statt. So kann man über die nötige Mitgliederpflege hinaus auch andere, neue Impulse im Stadtteil setzen.

Was raten Sie anderen Stadtbezirken?

Wenn man merkt, dass es personell nicht mehr reichen wird, sollte man den Weg zum Stützpunkt rasch angehen. Ich weiß nicht, was die Zukunft bringt, aber ich denke, das ist ein guter Weg zum Überbrücken und Neugestalten.

 

Zur Person

Peter Dietz-Vowinkel (73) ist Sprecher des AWO-Stützpunkt Weilimdorf. Der frühere Schulleiter der Grundschule in Neuwirtshaus, saß zehn Jahre für die SPD im Bezirksbeirat Stammheim, war Vorsitzender des AWO-Stadtbezirks, ist aktiv bei den Naturfreunden und war langjähriger Schöffe. Für sein vielfältiges bürgerschaftliches Engagement ist er mit der Ehrenmünze der Stadt Stuttgart ausgezeichnet worden.

(ann)

 

 

 

KONTAKT

Arbeiterwohlfahrt
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