Gefördert durch den Kommunalverband für Jugend und
Soziales
Baden-Württemberg - Dezernat Jugend - Landesjugendamt

 

 

 

Dieser erste Forschungsbericht zum Projekt mit Careleavern im Ehrenamt bildet den Auftakt zur wissenschaftlichen Begleitung des gesamten Vorhabens. Er entspricht den methodischen Schritten 1–4 des Forschungsplans vom Mai 2025. Für das Waldheim Heimberg der AWO Stuttgart hatten sich sieben Careleaver als Ehrenamtliche angemeldet und gemeinsam mit anderen Ehrenamtlichen die üblichen Vorbereitungen wie das Waldheim selbst und seine Nachbereitung durchlaufen. Bis zum aktuellen Zeitpunkt ist der Kontakt mit diesen Personen zum Teil weiterhin gegeben; es wird sich zeigen, wie viele erneut zum ehrenamtlichen Engagement in der Waldheimsaison 2026 animiert werden können und wie viele neue Personen der Zielgruppe u. a. durch Hörensagen aktiviert werden.

Die Bewerbung des Ehrenamts für den Sommer 2025 war anfänglich von Hürden und Erschwernissen verschiedener Art begleitet, bis es schließlich zur erwünschten „Initialzündung“ kam und Personen der Kategorie Careleaver verlässliches Interesse an einem ehrenamtlichen Engagement in der pädagogischen Arbeit mit Kindern bekundeten. Die Waldheim-Freizeiten fanden im August 2025 in Stuttgart-Feuerbach (Alter 5–11 Jahre) und Hedelfingen (Alter 4–7 Jahre) statt.  Insgesamt belief sich die Zahl der ehrenamtlichen Helfer*innen und Fachkräfte im Team Feuerbach auf 14 und im Team Hedelfingen auf 12.

Im Folgenden werden im ersten Schritt (Kapitel 2) die Interpretationen des ersten qualitativen Leitfadeninterviews1 mit den Teilnehmer*innen (Careleavers) im Ehrenamt des Waldheims Heimberg dokumentiert und in Kontrast mit der jeweiligen Selbstauskunft2 anhand des quantitativen Kurzfragebogens zur Selbstwirksamkeitserwartung (SWE) in Anlehnung an Jerusalem & Schwarzer (2003) gestellt. Zusätzlich werden die Daten aus der teilnehmenden Beobachtung3 der Fachkräfte dokumentiert und in eine individuelle Interpretation der Entwicklung der ehrenamtlich tätigen Person einbezogen.

Im zweiten Schritt (Kapitel 3) werden die Befunde mit Blick auf die Hypothesen diskutiert. Die drei Hypothesen lauteten:

H01: Hypothese zur Steigerung der Selbstständigkeit durch ehrenamtliches Engagement

Ehrenamtliches Engagement trägt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen dazu bei, bedeutsame Lerneffekte zu erzielen, und fördert die Entwicklung ihrer Selbstständigkeit im Übergang zum Erwachsenenleben.

H02: Hypothese zur bewusst wahrnehmbaren Unterstützung durch Orientierung stiftende Strukturen

Jugendliche und junge Erwachsene, die in Systemen der Jugendhilfe oder in herausfordernden familiären Verhältnissen leben, profitieren in besonderem Maße von Strukturen, die Orientierung bieten und die Entfaltung der eigenen Selbstständigkeit ermöglichen.

H03: Hypothese zur sozialen Stabilisierung durch aktive Teilnahme an ehrenamtlichem Engagement

Ehrenamtliches Engagement im Rahmen der offenen Jugendarbeit kann dazu beitragen, soziale Brüche im Lebensverlauf von Jugendlichen zu verhindern oder abzumildern.

1 Leitfadeninterviews (A4) wurden mit F-ID 01-06 geführt; F-ID 07 hat das Interviews verweigert.

2 Die SWE (A3) wurde von fünf Personen geleistet; F-ID 05 und 06 haben die SWE nicht ausgefüllt.

3 Die Beobachtungsprotokolle wurden für alle F-ID 01-07 vollständig erhoben.


Gesamter begleitender Forschungsbericht

 

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