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Einleitungsbild PRESSEMITTEILUNG: AWO Stuttgart gewinnt Landespreis gegen Einsamkeit - Gaming als Brücke zu echter Gemeinschaft
PRESSEMITTEILUNG: AWO Stuttgart gewinnt Landespreis gegen Einsamkeit - Gaming als Brücke zu echter Gemeinschaft

Stuttgart, 28. April 2026 – Die offene Kinder- und Jugendhilfe der AWO Stuttgart wurde beim landesweiten „Ideenwettbewerb Einsamkeit" des baden-württembergischen Sozialministeriums von Minister Manne Lucha ausgezeichnet. Ihr medienpädagogisches Konzept „Connect and Play – Gemeinsam statt einsam" überzeugte die Fachjury mit einem innovativen Ansatz: Gaming und digitale Medien als Türöffner für echte soziale Verbindungen unter jungen Menschen.

Sozialminister Lucha (mi.) überreicht AWO-Geschäftsführer Sascha Erben (re.), in Begleitung von SMZ-Geschäftsführer Hans-Jürgen Rotter (li.), die Urkunde des Landespreises (Foto: Leif Piechowski)

Digitale Kontakte ersetzen keine tragfähigen Beziehungen

Einsamkeit unter Jugendlichen ist ein wachsendes Problem – und eines, das auf den ersten Blick oft unsichtbar bleibt. Viele junge Menschen sind digital bestens vernetzt, verfügen jedoch kaum über stabile, belastbare soziale Beziehungen.

„Einsamkeit darf kein Tabuthema sein", betonte Lucha bei der Preisverleihung. „Wer sich zurückzieht, braucht Mitmenschen, die hinschauen und aufeinander zugehen."

Klassische Begegnungsformate greifen dabei häufig zu kurz. Die AWO Stuttgart setzt deshalb dort an, wo junge Menschen ohnehin sind: in der digitalen Welt. Das Konzept verbindet regelmäßige, medienpädagogisch begleitete Gaming-Angebote mit analogen Präsenztreffen. Dabei steht nicht Wettbewerb, sondern Gemeinschaft im Mittelpunkt. Umgesetzt wird das Projekt mit Unterstützung der Computerspielschule im Stadtmedienzentrum Stuttgart sowie dem E-Sports-Verein Engines Stuttgart e. V.

875.000 Euro für 35 Projekte aus ganz Baden-Württemberg

Sozialminister Manne Lucha prämierte die Siegerinnen und Sieger des Wettbewerbs am Dienstag in Stuttgart. Insgesamt 323 Bewerbungen von gemeinnützigen Organisationen, Kommunen und Vereinen aus dem ganzen Land waren eingegangen – eine Resonanz, die das Ausmaß des Problems deutlich macht. Eine 16-köpfige Fachjury wählte 35 Projekte aus, die Fördergelder zwischen rund 4.000 und 30.000 Euro erhalten.

Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an die AWO Stuttgart, Bereichsleitung Kinder- und Jugendhilfe: Dr. Harald Strauß, Tel. 0 711 21061-29/Mob. 0 1590 651 609 2 Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein.

Einleitungsbild Der Garantiefonds Hochschule der AWO Stuttgart - Chancen durch Bildungsberatung für junge Zugewanderte
Der Garantiefonds Hochschule der AWO Stuttgart - Chancen durch Bildungsberatung für junge Zugewanderte
   

Die AWO Stuttgart ist stolz darauf, als Träger des Garantiefonds Hochschule jungen Zugewanderten den Weg zu einer akademischen Ausbildung in Deutschland zu ebnen. Der Garantiefonds Hochschule ist ein bundesweites Förderprogramm, das in mehr als 20 Städten und Regionen junge Menschen bis 30 Jahre unterstützt, die in Deutschland ein Studium beginnen beziehungsweise fortsetzen möchten.

Was ist der Garantiefonds Hochschule? 

Viele junge Zugewanderte stehen vor besonderen Herausforderungen, wenn sie in Deutschland studieren wollen. Sprachbarrieren, unterschiedliche Bildungssysteme und bürokratische Hürden erschweren oft den Zugang zur Hochschule.  

Genau hier setzt der Garantiefonds Hochschule an: Er fördert gezielt Bildungsangebote wie Sprachkurse, Vorbereitungskurse auf die Hochschulreife oder fachliche Qualifizierungen, die den Einstieg ins Studium erleichtern. 

Warum ist das Programm gerade heute besonders wichtig? 

In einer Zeit, in der globale Krisen, Fluchtbewegungen und gesellschaftliche Veränderungen zunehmen, wächst auch die Bedeutung von Integration und Chancengleichheit. Junge Zugewanderte sind oft mit Herausforderungen konfrontiert – sei es durch Sprachbarrieren, unsichere Aufenthaltslagen oder fehlende familiäre Unterstützung. Gleichzeitig sind ihre Potenziale und Talente eine wertvolle Ressource für unsere Gesellschaft. 

Der Garantiefonds Hochschule schafft hier eine Brücke:  

Er ermöglicht jungen Menschen, trotz widriger Umstände, eine akademische Qualifikation zu erlangen und sich so langfristig selbstbestimmt und nachhaltig in Deutschland zu integrieren. Gerade jetzt ist es wichtiger denn je, Bildungschancen sinnvoll zu nutzen und junge Zugewanderte auf ihrem Weg zu begleiten. 

 

Arbeitsmarktliche Bedeutung junger Zugewanderter 

Deutschland steht vor großen demografischen Herausforderungen:  Unsere Bevölkerung wird älter, Fachkräfte werden dringend benötigt.  

Junge Zugewanderte spielen eine wichtige Rolle, um den Arbeitsmarkt nachhaltig zu stärken. Mit einer akademischen Ausbildung eröffnen sich für sie vielfältige berufliche Perspektiven, vom Ingenieurwesen über Medizin bis hin zu sozialen Berufen. 

Der Garantiefonds Hochschule trägt dazu bei, diese Potenziale zu fördern und junge Zugewanderte gezielt auf den deutschen Arbeitsmarkt vorzubereiten. So profitieren nicht nur die Personen selbst, sondern auch die Wirtschaft und Gesellschaft insgesamt von einer gut ausgebildeten, vielfältigen Fachkräftebasis. 

 

 

Gefährdung des Programms durch Sparmaßnahmen 

Trotz seiner großen Bedeutung und langjährigen Geschichte steht der Garantiefonds Hochschule aktuell aufgrund von Sparmaßnahmen vor Unsicherheiten. Eine Kürzung oder Einstellung des Programmes hätte gravierende Auswirkungen:  

Junge Zugewanderte würden wichtige Unterstützungsangebote verlieren, die ihnen den Zugang zur Hochschule und damit zum Arbeitsmarkt ermöglichen. Dies würde nicht nur individuelle Bildungschancen mindern, sondern auch langfristig den Fachkräftemangel verschärfen und die gesellschaftliche Integration erschweren.  

In Zeiten, in denen qualifizierte Fachkräfte und gesellschaftlicher Zusammenhalt dringend gebraucht werden, wäre dies ein Rückschritt für uns alle.  

Auch deshalb fordern wir alle Menschen auf, auf die Wichtigkeit der Fortführung und Weiterentwicklung des Garantiefonds Hochschule in Ihrem Wirkungskreis hinzuweisen. 

 

Unsere Angebote in Stuttgart und Umgebung 

Als Träger vor Ort bietet die AWO Stuttgart umfassende Bildungsberatung und individuelle Unterstützung für junge Menschen mit Migrationsgeschichte an.  

Unsere erfahrenen Berater*innen begleiten Studieninteressierte dabei, den passenden Bildungsweg zu finden, unterstützen bei der Bewerbung und helfen bei der Organisation von Fördermöglichkeiten. Neben unserer Beratung in der Olgastraße bieten wir auch nach Absprache Beratungen in Tübingen und Freudenstadt an.  

Starke lokale Partner*innen wie das Deutschkolleg e.V. als Sprachkursanbieter, sowie IN VIA als ergänzende Beratungsstelle in Stuttgart sind wertvoll und notwendig, um gemeinsam unsere Ziele zu erreichen und der hohen Anzahl an Ratsuchenden Rechnung zu tragen. 

Wir bieten unter anderem folgende Leistungen an: 

-        Individuelle Beratung und Bildungsplanung (auch auf Englisch) 

-        Unterstützung bei der Anerkennung von Schul- und Studienleistungen 

-        Förderung von Deutschkursen  

-        Begleitung und Unterstützung bei der Suche nach passenden Studiengängen und Finanzierungsmöglichkeiten 

 

Kontakt und weitere Informationen 

Wenn Sie, Ihre Angehörigen oder Bekannten Interesse an einer akademischen Ausbildung in Deutschland haben, sind Sie bei uns genau richtig.  

Die AWO Stuttgart bietet eine vertrauensvolle Anlaufstelle, um individuelle Fragen zu klären und den Weg zum Studium gemeinsam zu gestalten. 

Online-Anmeldung zur Beratung hier klicken:  

https://www.bildungsberatung-gfh.de/wde/kontakt/online-anmeldung-antrag.php  

Mehr Infos zum GF-H und zur Wirkung unserer Arbeit: 

-        GF-H Webseite mit Erfahrungsberichten von Teilnehmenden: https://www.bildungsberatung-gfh.de/wde/aktuelles/erfolgsgeschichten.php?navid=651567651567 

-        Social Media des GF-H: 

https://www.instagram.com/bildungsberatung_gfh/ 

https://www.linkedin.com/company/bildungsberatung-garantiefonds-hochschule/posts/?feedView=all  

-        AWO Stuttgart Webseite GF-H 

https://awo-stuttgart.de/migration/schulabschluss-und-studium/bildungsberatung-garantiefonds-hochschule 

-        Social Media des JDM der AWO Stuttgart: 

https://www.instagram.com/jmd_awo_stuttgart/ 

 

 

 

Einleitungsbild Nehmen Geflüchtete Wohnraum weg? Die Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland
Nehmen Geflüchtete Wohnraum weg? Die Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland

Faktencheck #15

Die Unterbringung von Geflüchteten in Deutschland ist gesetzlich klar geregelt. Nach ihrer Ankunft werden Schutzsuchende zunächst in einer staatlichen Erstaufnahmeeinrichtung untergebracht (§ 47 AsylG).  Für diese Einrichtungen sind die Bundesländer zuständig.  
Während des Asylverfahrens erfolgt anschließend die Verteilung auf Landkreise und Kommunen nach dem sogenannten „Königsteiner Schlüssel“, der sich unter anderem an Bevölkerungszahl und Steueraufkommen der Bundesländer orientiert.1

In den Landkreisen und Kommunen werden Geflüchtete in der Regel in Gemeinschaftsunterkünften untergebracht (§ 53 AsylG). Dort wohnen sie mit anderen geflüchteten Menschen zusammen und teilen sich Sanitär- und Küchenbereiche. In Stuttgart hat jede Person im Zimmer der Gemeinschaftsunterkunft mindestens 7 Quadratmeter Platz zum Wohnen und Schlafen. In Ausnahmefällen beträgt die Wohnfläche sogar nur 4,5 Quadratmeter pro Person.2

Die meisten Unterkünfte, die für Geflüchtete genutzt werden, sind keine regulären Mietwohnungen. Es handelt sich um temporäre Einrichtungen, die speziell von den Kommunen bereitgestellt oder umfunktioniert wurden – etwa frühere Behördengebäude, ehemalige Kasernen, Containeranlagen oder modulare Neubauten.3 Diese Unterbringungsformen stehen dem regulären Wohnungsmarkt in der Regel nicht zur Verfügung.

Geflüchtete sind verpflichtet, während des gesamten Asylverfahrens in einer zugewiesenen Unterkunft zu leben. Erst nach Abschluss des Asylverfahrens oder einer Aufenthaltsdauer von zwei Jahren dürfen sie in eine eigene Wohnung ziehen.4

Doch selbst dann gestaltet sich die Wohnungssuche unserer Erfahrung nach häufig schwierig und langwierig. Zum einen kann es dazu kommen, dass Jobcenter oder Sozialämter den Mietkosten zustimmen müssen. Dabei überschreiten viele Wohnungen die festgelegten Mietobergrenzen. Zum anderen berichten viele Geflüchtete von Diskriminierung und rassistischen Vorbehalten auf dem Wohnungsmarkt. Auch fehlende Einkommensnachweise, Sprachbarrieren oder Unsicherheiten von Vermieter*innen erschweren den Zugang zusätzlich.

Aus diesen Gründen leben viele Geflüchtete weiterhin mehrere Jahre in Gemeinschaftsunterkünften. Gleichzeitig stellt eigener Wohnraum eine wichtige Grundlage für die Integrationschancen der Geflüchteten dar. In Gemeinschaftsunterkünften bestehen nur begrenzte Möglichkeiten, sich zurückzuziehen, zu lernen oder einen stabilen Alltag aufzubauen.5

Bei der Diskussion um knappen Wohnraum geraten Geflüchtete häufig in den Fokus. Ein genauerer Blick zeigt jedoch, dass sie meist über lange Zeit in speziellen Unterkünften leben und nur erschwert Zugang zum regulären Wohnungsmarkt erhalten.  Deshalb ist die Aussage falsch, dass Geflüchtete Wohnraum wegnehmen. Die eigentlichen Herausforderungen liegen im allgemeinen Wohnungsmangel und strukturellen Hürden.  

1 Unterbringung von Flüchtlingen | Unterbringung und Versorgung | Flüchtlinge | Zahlen und Studien | Mediendienst Integration

2 Belegungsstandards | Geflüchtete in Stuttgart

3 Unterkunft | Geflüchtete in Stuttgart

4  Unterbringung - Kommunale Flüchtlingspolitik

5 Ohne Wohnungsversorgung fehlt für die Integration eine wichtige Basis | Deutsches Institut für Urbanistik

Einleitungsbild Ausstellung:
Ausstellung: "Das Alter neu denken - über die Notwendigkeit, ein neues Bild vom Alter zu entwerfen"

Die Wanderausstellung zeigt, wie vielfältig Altern sein kann und wie die Gesellschaft den Blick respektvoll für ein aktives und selbstbestimmtes Leben im Alter schärfen kann. Durch die ausdrucksvollen Fotografien, Roll‐ups und Videoporträts des renommierten Fotografen Klaus Mellenthin werden die Besucher dazu angeregt, über das Altern nachzudenken und neue Bilder von einem aktiven Älterwerden zu entwickeln.

Um möglichst viele Menschen für das Thema "Unser Stuttgart - in jedem Alter!" zu begeistern, geht die Ausstellung der Stadt Stuttgart auf Wanderschaft. Vom 22.04. bis 10.05.2026 macht sie Station im AWO Begegnungs- und Servicezentrum Altes Feuerwehrhaus, Möhringer Straße 56, 70199 Stuttgart und kann dort zu den Öffnungszeiten der Einrichtung im 1. Stock angesehen werden.


Foto: Klaus Mellenthin/ Stadt Stuttgart

 

 

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Arbeiterwohlfahrt
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Olgastraße 63  70182 Stuttgart
Tel.:0711 21061-0,
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