Unter diesem Motto rief die Liga der freien Wohlfahrtspflege am 15. Dezember 2025 ihre Mitarbeitenden zu einer Kundgebung auf, um aufzuzeigen, dass pauschale Einsparungen die Existenz vieler Einrichtungen gefährden. Betroffen davon sind alle, die auf die Unterstützung durch die Träger angewiesen sind: Kinder und Jugendliche, Menschen ohne Wohnung, Geflüchtete, ältere Menschen, Menschen mit psychischen Belastungen oder Suchterkrankungen. Wenn diese Hilfssysteme wegbrechen, verlieren diese Menschen Schutz, Stabilität und Perspektiven - und unsere ganze Stadt zahlt am Ende den Preis. 

Um 11.59 Uhr (1 vor 12!) demonstrierten mehrere Hundert Mitarbeitende der AWO Stuttgart und anderer sozialer Träger am Wilhelmsplatz lautstark gegen die von Verwaltung und Gemeinderat geplanten pauschalen Kürzungen beim Städtischen Doppelhaushalt. In ihrer Rede vor den Teilnehmenden machte AWO-Geschäftsführerin Nora Yildirim, die auch stellvertretende Sprecherin der Liga der Wohlfahrtspflege in Stuttgart ist, anhand von Zahlen auf die gravierenden Folgen der geplanten Einsparungen für die von den Trägern betreuten Personen aufmerksam und fragte "Wer, wenn nicht wir, kämpft für Sie?". 
Am 19.12.2025 trifft sich der Gemeinderat zur dritten und abschließenden Lesung, um den Doppelhaushalt für die Jahre 2026/2027 zu verabschieden.

Nach der Kundgebung auf dem Wilhelmsplatz erfolgte noch eine spontane Protestaktion der Mitarbeitenden vor dem Jugendhilfeausschuss im Rathaus der Stadt Stuttgart.

Die Liga der freien Wohlfahrtspflege warnt eindringlich: "Die geplanten Kürzungen im anstehenden Doppelhaushalt bei der sozialen Daseinsvorsorge sind nicht nur unsozial, sondern auch politisch und ökonomisch unverantwortlich. Stuttgart darf diesen Weg nicht gehen."

Rechte

Fotos: Hugh Hinderlider, Caritas Stuttgart

 

 

 

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